Amphibienlaichgebiet Reumeren, Reichenburg SZ

Das Gebiet der «Reumeren» liegt in der Gemeinde Reichenburg SZ. Als alter Linthlauf ist dieses Gebiet eines der letzten Relikte der einstigen Linth aus der Zeit vor der grossen Korrektur. Die «Reumeren» umfasst ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung, IANB SZ60. Das Amphibienlaichgebiet und deren Umgebung wird durch die Stiftung «Lebensraum Linthebene» unterhalten.

Geschichtliches

In den 80er-Jahren wurden auch im Kanton Schwyz alle bekannten Laichgebiete inventarisiert. Das Gebiet der «Reumeren» wurde auch damals in das Inventar für Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung aufgenommen.
Das Amphibienlaichgebiet hatte aber einen langen Weg bis der Schutz für die bedrohten Tierarten durchgesetzt werden konnte. In den 70er Jahren konnte der damalige Chefarzt des Regionalsspitals Uznach Dr. Alois Arquint das Gebiet der «Reumeren» pachten. Zum Zeitpunkt der Übernahme wurde das Gebiet und der alte Linthlauf vor allem als Deponie für Hauskehricht verwendet. Obwohl mit der Pachtübernahme das Gebiet mehr Aufmerksamtkeit von seiten des Naturschutzes bekam, wurde bis in die späten 90er Jahre Kehricht im Gebiet entsorgt. 1995 übernahm dann der WWF Schwyz die Pacht und somit auch die Pflege für das Naturschutzgebiet.

Defizite

Die Kernzone des Amphibienlaichgebiets umfasst zwei grössere Weiher, welche als Laichhabitat für Gelbbauchunke (Bombina variegata), Erdkröte (Bufo bufo), Grasfrosch (Rana temporaria), Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) und Wasserfrösche (Pelophylax-Komplex) dient.

Der westliche Weiher ist in den vergangenen Jahren vermehrt verlandet. Wo früher permanente Wasserstellen waren, dominiert heute dichter Schilfwuchs. Nur bei sehr hohen Grundwasserspiegeln sind noch einzelne Wasserstellen vorhanden. Bei langanhaltenden Trockenperioden fehlen die Wasserstellen komplett.

Der Besucherbereich im Westen des Amphibienlaichgebiets hat drei kleinere Teiche. Der grösste der drei Teiche wurde vor 20 Jahren gebaut. Die Lehmschicht wurde durch die Jahre zunehmend spröder und dichtete in den letzten Jahren immer schlechter ab. Aufgrund des fehlenden Wassers vom grossen Teich führten deshalb auch die zwei kleineren Teiche kein Wasser mehr.

Das Amphibienlaichgebiet wird von einen Waldgürtel umgeben. Der Waldgürtel ist aufgrund der fehlende Pflege sehr strukturarm und weist keinen Krautsaum auf. Im Gebiet ist die Zauneidechse heimisch. Diese benötigt jedoch sonnen- und strukturreiche Plätze. Erfahren Sie mehr zur Zauneidechsenförderung in der Reumeren.

Massnahmen

In der Kernzone des Amphibienlaichgebiets sollen im westlichen Bereich wieder Wasserstellen geschaffen werden. Dazu wird das bestehende Schilf abgetragen und neue Vertiefungen gegraben. Je nach Beschaffenheit werden drei bis fünf neue Weiher geschaffen. Am Rand der grösseren Weiher werden neue Brutwände für den Eisvogel erstellt.

Im Besucherbereich wird der grösste Teich vergrössert und mit einer Kautschukfolie abgedichtet. Die Flachwasserzone mit den zwei kleineren Teichen wird umgeschaufelt, damit wieder pionierartige Bedingungen vorherrschen.

Der Waldgürtel wird südseitig mit Buchtungen und Lappungen versehen. Sonnenbeschienene Plätze werden mit Strukturen wie Totholzhaufen und Steinlinsen ergänzt. Auch die Wasserstellen sollen mit Wurzelstöcken und Holzstämmen ausgestaltet werden, damit neue Schutzmöglichkeiten entstehen können.

Unterstützung

Das Aufwertungsprojekt wird vom Bund, Kanton Schwyz und der Gemeinde Reichenburg unterstützt. Einen wertvollen Beitrag leisten auch der naturmade star-Fonds von ewz, die Albert Koechlin Stiftung (Zauneidechsenförderung) und Coop Oecoplan.
Die Aufwertung des Schutzgebietes «Reumeren» kostet jedoch noch eine Stange Geld. Die Stiftung bittet deshalb auch die Bevölkerung um eine Unterstützung. Möchten auch Sie zukünftige Projekte zu Gunsten der Amphibienförderung unterstützen, so können Sie dies gerne mit einer Spende via Spendenbox oder mit dem Vermerk «Amphibien» auf das Konto: CH73 0077 7008 2197 5193 0, lautend auf «Stiftung Lebensraum Linthebene», 8856 Tuggen tun. Herzlichen Dank!

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