Stiftung Lebensraum Linthebene
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Das Ammesmoos liegt mitten im Schlosswald des Buechberg in der Gemeinde Tuggen und ist als kommunales Schutzobjekt eingetragen. Es handelt sich um ein mittelgrosses Waldried (Flachmoor), welches früher regelmässig bewirtschaftet wurde. Allerdings konnten inzwischen immer mehr Bäume und Sträucher aufkommen und das einstige Naturjuwel drohte zu verwalden. Die Stiftung Lebensraum Linthebene hat darum ein Aufwertungsprojekt ausgearbeitet, welches von der Gemeinde Tuggen finanziell mitgetragen wird.




Das Ammesmoos drohte zu verbuschen, zahlreich Eschen und Sträucher haben das Flachmoor bereits für sich in Anspruch genommen.

Durch gezielte Eingriffe am Waldrand konnten neue und ökologisch wertvolle Strukturen geschaffen werden: Ein gestufter und gelappter Waldrand bringt wieder mehr Licht auf den Waldboden, wodurch sich eine Strauch- und Krautschicht bilden kann.

 

Erfolgreiche Aufwertung


Die umfangreichen Holzerarbeiten konnten bereits im Winter 2013/14 abgeschlossen werden. Ausserdem wurden die bestehenden, aber verlandeten Entwässerungsgräben neu ausgebaggert. Diese dienen der temporären Entwässerung im Herbst, damit das Ried überhaupt geschnitten und unterhalten werden kann. Das restliche Jahr über wird die gesamte Fläche eingestaut, damit der natürliche Wasserhaushalt des Moores gewährleistet wird. Die gestauten Gräben sind zudem ideale Laichgewässer für Amphibien.


Die sorgfältige Planung und eine solide Kommunikation zwischen der Gemeinde, dem Revierförster, der Genossame Tuggen und der Stiftung Lebensraum Linthebene bilden das Fundament der erfolgreichen Moor-Revitalisierung.

Juli 2014: Das Resultat aller Aufwertungsmassnahmen kann sich sehen lassen. Nebst der Waldrandaufwertung und der entbuschten Riedfläche ist auch die Zufahrt und die Regulierung des Wasserhaushaltes nachhaltig sichergestellt worden.

Ein unregelmässiger Grabenverlauf mit flachen und steilen Böschungen, Vertiefungen und seichteren Stellen ist für die Libellen und Amphibien besonders wichtig. Das Einstauen der Gräben dient dazu, die gewünschte Vernässung des Moores aufrechtzuerhalten.