Das Nuoler Ried liegt am nördlichen Ende einer grossen Ebene, die von Wägitaler Aa und Spreitenbach über Jahrtausende in den See hinaus aufgeschüttet wurde. Die heutigen Riedflächen umfassen nur noch einen kleinen Bruchteil des ehemals ausgedehnten, extensiv genutzten Ried- und Heulandes, welches zahlreichen Tieren und Pflanzen einen weiten Lebensraum bot. Grössere Flächen des heutigen Naturschutzgebietes, wie zum Beispiel die sogenannte «Schüttinsel» entstanden auf den Ablagerungen des nicht verwertbaren Restmaterials aus der nahen Kiesgewinnung.

Bis in die 1980er Jahre war das Nuoler Ried bekannf für seine reichhalteige Vogelwelt. Die Situation für Vögel und Natur hat sich in den Jahrzehnten seither dramatisch verschlechtert. Die Fauna des Gebiets ist stark bedroht. Vor allem jene am Boden brütenden Riedvögel, die landseitig auf einen grossen, ungestörten Brutraum angewiesen sind, haben in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen bzw. sind bereits verschwunden. Einerseits schrumpfte der Lebensraum mit der für die Riedvögel notwendigen, niederwüchsigen Riedvegetation in den letzten Jahrzehnten durch direkte Intensivierung von Landwirtschaftsflächen und durch indirekten Nährstoffeintrag aus dem Nutzland. Andererseits wurde der für das Brutgeschäft verfügbare Restraum „optisch“ und wegen massiver Störungen unbrauchbar: Seit den 1960er Jahren engen zunehmende Verbuschung und Verwaldung den z.B. für den Grossen Brachvogel notwendigen freien Blick vom Land aufs Wasser massiv ein. An manchen Tagen vertreiben teils dutzendfach querfeldein wandernde, offenbar nicht informierte Spaziergänger und zahlreiche freilaufende Hunde die empfindlichen Brutvögel von ihren Nestern oder halten die Vögel bereits im frühen Frühling gänzlich vom Brüten ab. Langjährige Beobachtungen zeigen eine gute Gewöhnung der Brutvögel an die Flugaktivitäten im Flugfeld Wangen-Lachen: Kiebitze brüten nur wenige Meter neben der Landebahn. Diese Form der Gewöhnung tritt gegenüber Modellflugzeugen, aber auch gegenüber freilaufenden Hunden nicht ein. (Quelle: Pro Natura)

Das Nuoler Ried beherbergt das Flachmoor 1844 von nationaler Bedeutung und liegt im BLN-Gebiet 1406 (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung).