Die Feldbacher Bucht auf Zürcher Seite bildet mit dem Gebiet Gubel-Fuchsberg auf St. Galler Seite eine grosse zusammenhängende Seebucht. Es ist mit Abstand der längste und schönste Abschnitt am rechten Zürichseeufer, welcher noch grösstenteils unverbaut und naturnah ist.

Die Feldbacher Bucht ist als überkommunales Naturschutzgebiet geschützt. Zusammen mit der wunderbaren Sicht über den See, dem Schloss Rapperswil und den Voralpen bildet die Bucht einen der schönsten Winkel am Zürichsee. Hier brütet die grösste Population an Haubentauchern auf dem zürcherischen Teil des Zürichsees. Das flache Ufer mit den Riedwiesen und dem vorgelagerten Schilfgürtel beherbergt zahlreiche sehr seltene Pflanzenarten. Sibirische Schwertlilie, Lungenenzian und Lachenals’ Rebendolde sind einige solcher botanischen Besonderheiten. Die Riedwiesen und die angrenzenden Böschungen werden von insgesamt 15 verschiedenen Heuschreckenarten, darunter 7 seltenen Arten, bewohnt. Die Riedwiesen sind im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung aufgeführt.

Der St. Galler Teil der Seebucht steht nicht unter Naturschutz. Aus naturschützerischer Sicht ist insbesondere die flache Bucht mit ihren Seeschilf- und Seebinsenbestände von Bedeutung. Landseitig liegen einzelne Bootshäuser und die Ufer werden abschnittsweise als private Erholungsplätze genutzt. Das angrenzende Landwirtschaftsland weist ein sehr gutes Potential für naturschützerische Aufwertungsmassnahmen auf. Die flachen Uferbereiche, welche früher einmal Riedwiesen waren, können wieder extensiv genutzt und vernässt werden. Eingedolte Wasserläufe können wieder offengelegt und renaturiert werden. Neben diese feuchten Lebensräume kommen direkt angrenzend auch trockenere Standort, wie die steilen Südböschungen entlang der Seestrasse und das Nagelfluhband des Fuchsenberges vor.