Bei der Halbinsel Au liegen die ausgedehntesten naturnahen Uferbereiche am Zürichsee auf Zürcher Kan­tonsgebiet. Die Flachufer und Verlandungsbereiche, welche als kantonale Naturschutzgebiete unter Schutz stehen, umfassen Röhrichte, Riedwie­sen, feuchte Wiesen, Waldflächen sowie stehende und fliessende Gewässer. In den Riedwiesen kommen 8 Pflan­zen- und 8 Heuschreckenarten der Roten Liste vor. Darunter sind seltene und stark gefährdete Arten wie der Scharfkantige Lauch oder die Lachenals Rebendolde, welche im östlichen Mittelland einen Verbreitungsschwer­punkt am Zürichsee haben. Die Bedeutung der Feuchtgebiete wird unterstrichen durch die Aufnahme in das Inventar der Flach­moore von nationaler Bedeutung. Im Schutzgebiet liegen verschiedene ehemalige Riedflächen, welche im letzten Jahrhundert aufgeschüttet wurden. Ein Teil dieser Flächen wurde in den letzten Jahren wieder abgetragen und als Riedfläche renaturiert.