Stiftung Lebensraum Linthebene
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Die Libellen sind wieder unterwegs. Nachdem sie den Winter als Larve in den Gewässern verbracht haben, fliegen diese schillernden Flugakrobaten nun wieder durch die Lüfte. Im Kanton Schwyz kommen insgesamt 62 verschiedene Libellenarten vor. Da jede Art spezifische Ansprüche an ihren Lebensraum hat, gibt die Artenzusammensetzung an einem Gewässer Hinweise auf dessen Zustand.

Libellen als Indikatoren

In den Naturschutzgebieten der Linthebene werden diesen Sommer zwischen Mai und September die Libellenvorkommen im Auftrag der Stiftung Lebensraum Linthebene aufgenommen. Nebst den fliegenden Libellen werden auch ihre Larvenhüllen, die Exuvien, gesammelt und auf die Art bestimmt. Der Fundort der Exuvien zeigt in welchen Gewässern sich die Libellenlarven entwickelt haben. Die neu gesammelten Daten werden danach mit denen aus früheren Jahren verglichen. So kann mit der Veränderung der Libellenzusammensetzung nach einer Umsetzung von Aufwertungsmassnahmen deren Wirksamkeit nachgewiesen werden. Beispielsweise werden dieses Jahr die neuen Gewässer im Naturschutzgebiet Heuli untersucht welche erst seit 2010/2011 bestehen.

Bätzimatt – ein libellenreiches Gebiet

Bei einer ersten Untersuchung der Bätzimatt konnten bereits viele Libellenarten gefunden werden. Darunter ist die Kleine Mosaikjungfer (Brachytron pratense) welche im Kanton Schwyz nur an wenigen Orten vorkommt. Auch die potenziell gefährdete Fledermaus-Azurjungfer (Coenagrion pulchellum) konnte in der Bätzimatt beobachtet werden. Im Verlauf des Sommers werden die frühen Arten wie die Kleine Mosaikjungfer von Spätsommerarten abgelöst die erst später im Jahr schlüpfen. Damit alle Arten erfasst werden, werden die Gebiete über die gesamte Flugsaison der Libellen mehrere Male besucht.

 

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